
Uruguay erhöht den „Eintrittspreis“ für neue Steuerresidenten – was dahintersteckt
Uruguay bleibt eines der attraktivsten Länder Lateinamerikas für Auswanderer, Investoren und Unternehmer 🌎💼. Dennoch hat die Regierung kürzlich eine wichtige Änderung angekündigt: Die Voraussetzungen für steuerliche Residenz mit Steuerbefreiung auf Auslandseinkommen werden deutlich verschärft.
Wirtschafts- und Finanzminister Gabriel Oddone erklärte die Hintergründe dieser Entscheidung im Rahmen der Punta Tech 2026, dem wichtigsten Technologie- und Networking-Event des Landes 🚀🤝.
💰 Warum Uruguay die Regeln für Tax Holidays ändert
Während der Pandemie hatte die Regierung von Luis Lacalle Pou die sogenannten Tax Holidays stark gelockert. Das Ergebnis:
- 📈 Ein massiver Zuzug ausländischer Steuerresidenten, insbesondere aus Argentinien
- 💼 Eine Verdreifachung der im Ausland gehaltenen Vermögen uruguayischer Steuerresidenten zwischen 2019 und 2024
- 🏖️ Zusätzliche Investitionen, die dazu beitrugen, Punta del Este zu einer Ganzjahresdestination zu machen
Ab 2026 gelten jedoch neue Regeln:
- 🏗️ Für die steuerliche Residenz mit Steuerbefreiung auf Auslandseinkommen sind künftig
2 Millionen US-Dollar Immobilieninvestitionen erforderlich - 🏠 Bisher reichten 559.000 US-Dollar für den Erwerb mindestens einer Immobilie
⭐ Oddones Argument: Uruguay hat heute einen höheren Wert
Laut Oddone bleibt Uruguay weiterhin offen für vermögende Auswanderer – allerdings nicht mehr „kostenlos“:
🗣️ „Mit dieser Änderung bekräftigen wir das System, machen es attraktiver und stabiler, aber wir machen auch klar, was Uruguay wert ist.“
Der Minister betont, dass die steuerliche Residenz heute einen ganz anderen Stellenwert habe als noch vor 15 Jahren. Uruguay sei:
- 🏦 ein Investment-Grade-Land
- ⚖️ das Land mit der geringsten Ungleichheit in Lateinamerika
- 💵 das Land mit dem höchsten kaufkraftbereinigten Pro-Kopf-BIP
- 🤝 ein Staat mit einem regional vorbildlichen Modell des Zusammenlebens
🛡️ Mehr Beitrag von Wohlhabenden – für Sicherheit und soziale Stabilität
Oddone räumte ein, dass die Reform bei Investoren und Beratern viele Fragen ausgelöst habe. Die Regierung habe daher zahlreiche Gespräche geführt, um Planungssicherheit zu schaffen 📊.
Der Kern der politischen Entscheidung:
- 🚔 Uruguay braucht mehr Ressourcen für zentrale Herausforderungen
– insbesondere Sicherheit und Kinderarmut - 💸 Menschen mit hoher finanzieller Leistungsfähigkeit sollen stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen
🗣️ „Ich halte es für eine gute Praxis, dass Menschen mit finanziellen Mitteln an dieser Finanzierung beteiligt werden.“
🌍 Uruguay setzt auf Wachstum, Investitionen und internationale Öffnung
Parallel zur Steuerreform verfolgt die Regierung eine klare Wachstumsagenda 📈. Ein zentrales Element ist das historische Freihandelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union, das nach über 25 Jahren Verhandlungen kurz vor der Unterzeichnung steht 🤝.
Nach Schätzungen des Wirtschaftsministeriums bedeutet das Abkommen für Uruguay:
- 📊 +1,5 % BIP-Wachstum
- 🚢 +4 % Warenexporte langfristig
- 👷♂️ positiver Beschäftigungseffekt
- 💶 +1 % langfristiges Lohnwachstum
- 🚀 zusätzliche Investitionen und neue Geschäftsmöglichkeiten
Besonders profitieren sollen:
- 🌾 Primärproduzenten
- 💻 Technologie- und IT-Unternehmen
- 🧑💼 Anbieter professioneller Dienstleistungen
✅ Fazit für Auswanderer und Investoren
Uruguay bleibt ein sehr attraktives Auswanderungsland, positioniert sich jedoch klarer als hochwertiger Standort mit stabilen Regeln ✨.
Für potenzielle Steuerresidenten bedeutet das:
- 🚧 höhere Einstiegshürden
- 🧭 dafür ein stabiles, planbares und international anerkanntes Umfeld
- 🏡 ein Land, das offen bleibt – aber seinen gesellschaftlichen Wert selbstbewusst definiert
Wer Uruguay nicht nur als Steuervorteil, sondern als langfristigen Lebensmittelpunkt sieht, findet weiterhin eines der solidesten Modelle in Lateinamerika 🌎❤️.